02421 229797

Über ein ungedämmtes Dach geht ein großer Teil der Heizwärme verloren – und im Sommer heizen die Räume unters Dach auf. Eine gute Dämmung wirkt in beide Richtungen. Die Frage ist selten ob, sondern wie: von außen über die Sparren oder von innen dazwischen. Wir führen ausschließlich Aufsparrendämmung aus – aus Gründen, die weniger mit der Dämmung selbst zu tun haben als mit dem, was darüber liegt.

Aufsparrendämmung

Das führen wir aus

Lage
Durchgehend auf den Sparren
Wärmebrücken
Praktisch keine – geschlossene Hülle
Wohnraum
Bleibt voll erhalten, Sparren sichtbar
Dämmstoff
PIR/PUR, Holzfaser, Mineralwolle
Aufwand
Eindeckung wird erneuert
Förderung
Erreicht den geforderten U-Wert sicher

Zwischensparrendämmung

Zur Einordnung – das führen wir so nicht aus

Lage
Zwischen den Sparren von innen
Wärmebrücken
An den Sparren – ggf. Untersparren ergänzen
Wohnraum
Etwas Höhe geht innen verloren
Dämmstoff
Mineralwolle, Holzfaser, Einblasdämmung
Aufwand
Ohne Eingriff in die Deckung
Risiko
Alte Eindeckung bleibt unangetastet

Der Grund liegt über der Dämmung

Eine Dämmung verschiebt den Punkt, an dem warme Raumluft auf Kälte trifft. Bei der Dämmung von innen wandert dieser Punkt nach außen – direkt unter die vorhandene Eindeckung. Genau dort entscheidet sich, ob die Maßnahme dauerhaft trägt.

Ältere Eindeckungen haben oft keine oder eine spröde Unterdeckbahn. Solange darunter ungedämmte, belüftete Luft steht, fällt das nicht auf: Feuchte trocknet einfach ab. Wird der Raum darunter gedämmt, entfällt diese Reserve. Was durch eine verschobene Pfanne oder eine gerissene Bahn eindringt, landet dann in der neuen Dämmung – und bleibt dort. Der Schaden zeigt sich erst nach Jahren, und dann in der Konstruktion.

Deshalb erneuern wir die Eindeckung mit. Bei der Aufsparrendämmung entsteht der Aufbau in einem Zug: durchgehende Dämmebene auf den Sparren, darüber eine neue, geprüfte Unterdeckbahn, darauf die neue Eindeckung. Alle Schichten sind aufeinander abgestimmt und stammen aus einer Hand.

Was Sie davon haben

  • Kein Verlust an Wohnraum. Die Dämmung liegt komplett außen. Innen bleibt die Höhe erhalten, der Dachstuhl kann sichtbar bleiben. Bei der Dämmung von innen reicht die Sparrenhöhe für die geforderten Werte oft nicht aus – dann kommt eine zweite Lage unter die Sparren, und der Raum wird spürbar niedriger.
  • Die Förderung ist sicher erreichbar. Gefördert wird die Dachfläche 2026 ab einem U-Wert von höchstens 0,14 W/(m²·K). Weil die Dämmebene durchgehend ist und die Sparren keine Wärmebrücken bilden, wird dieser Wert ohne Kunstgriffe erreicht.
  • Gerechnet über die Jahre die günstigere Lösung. Für sich genommen kostet die Aufsparrendämmung mehr, weil die Eindeckung erneuert wird. Wer aber heute von innen dämmt und in einigen Jahren neu decken lässt, zahlt Gerüst, Anfahrt und Baustelle zweimal – und muss den Dachaufbau ein zweites Mal öffnen.
  • Eine Verantwortlichkeit. Dämmung, Unterdeckbahn und Eindeckung kommen von uns. Tritt später ein Problem auf, gibt es keine Diskussion darüber, welches Gewerk es verursacht hat.

Die Zwischensparrendämmung erklären wir auf dieser Seite trotzdem – sie ist ein gängiges Verfahren, und Sie sollen wissen, worin der Unterschied besteht. Für den Ausbau eines Dachgeschosses unter einer nachweislich intakten, jungen Eindeckung kann sie sinnvoll sein. Wir führen sie nicht aus, weil wir für das Ergebnis geradestehen wollen – und das können wir nur, wenn wir die gesamte Konstruktion verantworten.

Worauf es beim U‑Wert ankommt

Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme pro Quadratmeter durch das Bauteil entweicht – je niedriger, desto besser. Für die Förderung der Dachfläche ist 2026 ein U-Wert von höchstens 0,14 W/(m²·K) gefordert. Ob dieser Wert erreicht wird, entscheidet nicht nur die Dämmstoffdicke, sondern vor allem die luftdichte Ebene und die Anschlüsse. Eine perfekt gerechnete Dämmung nützt wenig, wenn an First, Ortgang oder Gaube warme Luft entweicht. Wir planen und bauen die Anschlüsse so, dass der gerechnete U-Wert auch real erreicht wird.

Sommerlicher Hitzeschutz – nicht nur Heizkosten

Im Winter zählt der Wärmeverlust, im Sommer die Frage, wie lange es dauert, bis die Hitze von außen innen ankommt. Dieser Phasenverschiebung genannte Effekt hängt von der Rohdichte des Dämmstoffs ab. Holzfaserdämmung ist schwer und speichert Wärme – sie verschiebt die Hitze um viele Stunden in die Nacht, wenn man lüften kann. Leichte Dämmstoffe wie PIR/PUR dämmen im Winter sehr effizient bei geringer Dicke, bieten aber weniger Hitzeschutz. Für ausgebaute Dachgeschosse, in denen man wohnt, empfehlen wir deshalb oft Holzfaser – allein oder in Kombination.

Flachdach: unser häufigstes Dämmprojekt

Beim Flachdach liegt die Dämmung ohnehin immer außen – zwischen Dampfsperre und Abdichtung, als sogenanntes Warmdach. Die Frage nach innen oder außen stellt sich hier gar nicht erst. Das ist einer der Gründe, warum wir nirgends so viel dämmen wie hier.

Der zweite Grund ist die Baustelle selbst. Ein Flachdach lässt sich in Abschnitten bearbeiten: Was am Abend fertig ist, ist auch dicht. Sie müssen nicht auf eine durchgehende Schönwetterphase warten wie beim abgedeckten Steildach, und ein Wetterumschwung gefährdet nicht die ganze Maßnahme. Material geht über unseren eigenen Kran nach oben, in vielen Fällen ohne Gerüst. Zusammen macht das den Ablauf planbar – auch über einem Betrieb, der weiterläuft.

Welche Dämmplatten wir einsetzen

  • EPS-Dämmplatten – der wirtschaftliche Standard für größere Flächen. Gute Dämmleistung im Verhältnis zum Preis, leicht zu verarbeiten, in allen gängigen Druckfestigkeiten verfügbar.
  • PUR- und PIR-Flachdachplatten – dämmen bei gleicher Dicke deutlich besser. Die Wahl, wenn die Aufbauhöhe begrenzt ist, etwa wegen der Anschlusshöhe an Türen, Fenstern oder einer vorhandenen Attika.
  • Steinwolle-Dämmplatten der Baustoffklasse A1 – nichtbrennbar. Auf Industrie- und Gewerbedächern, bei Brandschutzauflagen und an Gebäudeabschlusswänden ist das keine Geschmacksfrage, sondern Vorgabe.

Druckfestigkeit ist kein Detail

Flachdächer werden begangen – zur Wartung, zur Reinigung, bei Arbeiten an Lüftung oder Photovoltaik. Deshalb wählen wir die Druckfestigkeitsklasse nach der tatsächlichen Nutzung: eine reine Wartungsfläche stellt andere Anforderungen als ein Dach mit Aufbauten, ein begehbarer Dachgarten oder eine befahrbare Fläche. Wird hier zu knapp geplant, verformt sich die Dämmung unter Last, es entstehen Mulden – und in den Mulden steht Wasser.

Das Gefälle legen wir bevorzugt über eine Gefälledämmung an, statt es der Tragkonstruktion abzuverlangen. So entstehen das notwendige Gefälle zu den Abläufen und die Dämmebene in einem Arbeitsgang – ohne Aufbeton und ohne Eingriff in die Statik.

Wie wir Flachdächer im laufenden Betrieb sanieren, zeigen unsere Projekte und die Seite zu Industrie und öffentlichen Auftraggebern.

Welcher Dämmstoff beim Steildach?

  • PIR/PUR – sehr gute Dämmleistung bei schlanker Dicke, ideal für die Aufsparrendämmung mit begrenztem Aufbau.
  • Holzfaser – ökologisch, diffusionsoffen, bester sommerlicher Hitzeschutz durch hohe Wärmespeicherung.
  • Mineralwolle – bewährt und wirtschaftlich, nicht brennbar, auch als Zwischenlage im Aufsparren-Aufbau einsetzbar.

Welcher Aufbau zu Ihrem Dach passt, klären wir vor Ort. Die Dämmung lässt sich in der Regel fördern – wie das funktioniert, steht unter Sanierung & Förderung.

Stand der Förder- und Normangaben: 26. August 2026. U-Wert-Anforderungen und Fördersätze können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben von BAFA und KfW; eine Übersicht mit allen Quellen finden Sie unter Sanierung & Förderung.

Fragen zur Dachdämmung

Kosten, Methoden und Förderung – die häufigsten Fragen kurz beantwortet.

Was kostet eine Dachsanierung mit Aufsparrendämmung 2026?

Eine seriöse Zahl gibt es nur nach dem Blick aufs Dach. Die Kosten hängen von Dachfläche, Dachform, gewünschtem U-Wert, Eindeckung und Zustand der Unterkonstruktion ab. Grob bewegt sich eine Dachsanierung mit Aufsparrendämmung für ein Einfamilienhaus im mittleren fünfstelligen Bereich. Wichtig: Über die BEG-Einzelmaßnahme sind 2026 in der Regel 15 Prozent förderfähig, mit gültigem iSFP zusätzlich 5 Prozent. Wir rechnen Ihnen das vor Ort konkret und transparent durch.

Welche Förderung gibt es 2026 für Dachdämmung in NRW?

Die Dämmung der Dachfläche zählt zu den förderfähigen Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gibt es einen Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten, mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) zusätzlich 5 Prozent. Alternativ ist eine steuerliche Förderung nach §35a/35c EStG möglich. Voraussetzung ist immer, dass der geforderte U-Wert erreicht und der Antrag vor Auftragsvergabe gestellt wird. Diese Förderung ist bundesweit und gilt damit auch in Düren und dem Kreis Düren.

Warum führt Hombach & Schäfer nur Aufsparrendämmung aus?

Weil die Dämmung nur so gut ist wie die Schicht darüber. Wird von innen zwischen den Sparren gedämmt und die vorhandene Eindeckung bleibt liegen, entfällt die belüftete Luftschicht, die eindringende Feuchte bisher abtrocknen ließ. Ältere Unterdeckbahnen sind oft spröde oder gar nicht vorhanden — was dann eindringt, bleibt in der neuen Dämmung. Bei der Aufsparrendämmung entstehen Dämmebene, Unterdeckbahn und Eindeckung in einem Zug und sind aufeinander abgestimmt. Dazu bleibt der Wohnraum in voller Höhe erhalten, und der für die Förderung nötige U-Wert von 0,14 W/(m²·K) wird ohne Zusatzlagen erreicht. Für sich gerechnet ist die Aufsparrendämmung teurer, weil das Dach neu gedeckt wird — wer aber zuerst innen dämmt und später neu deckt, zahlt Gerüst und Baustelle zweimal.

Kontakt · 02421 229797

Welche Dämmung passt zu Ihrem Dach?

Wir schauen uns den Dachaufbau an und sagen Ihnen ehrlich, welche Methode sinnvoll ist – und welche Förderung dazu passt.