Eine Dämmung verschiebt den Punkt, an dem warme Raumluft auf Kälte
trifft. Bei der Dämmung von innen wandert dieser Punkt nach außen –
direkt unter die vorhandene Eindeckung. Genau dort entscheidet sich, ob
die Maßnahme dauerhaft trägt.
Ältere Eindeckungen haben oft keine oder eine spröde
Unterdeckbahn. Solange darunter ungedämmte, belüftete Luft steht,
fällt das nicht auf: Feuchte trocknet einfach ab. Wird der Raum darunter
gedämmt, entfällt diese Reserve. Was durch eine verschobene Pfanne oder
eine gerissene Bahn eindringt, landet dann in der neuen Dämmung – und
bleibt dort. Der Schaden zeigt sich erst nach Jahren, und dann in der
Konstruktion.
Deshalb erneuern wir die Eindeckung mit. Bei der Aufsparrendämmung
entsteht der Aufbau in einem Zug: durchgehende Dämmebene auf den Sparren,
darüber eine neue, geprüfte Unterdeckbahn, darauf die neue Eindeckung.
Alle Schichten sind aufeinander abgestimmt und stammen aus einer Hand.
Was Sie davon haben
- Kein Verlust an Wohnraum. Die Dämmung liegt komplett
außen. Innen bleibt die Höhe erhalten, der Dachstuhl kann sichtbar
bleiben. Bei der Dämmung von innen reicht die Sparrenhöhe für die
geforderten Werte oft nicht aus – dann kommt eine zweite Lage unter die
Sparren, und der Raum wird spürbar niedriger.
- Die Förderung ist sicher erreichbar. Gefördert wird die
Dachfläche 2026 ab einem U-Wert von höchstens 0,14 W/(m²·K). Weil die
Dämmebene durchgehend ist und die Sparren keine Wärmebrücken bilden,
wird dieser Wert ohne Kunstgriffe erreicht.
- Gerechnet über die Jahre die günstigere Lösung. Für sich
genommen kostet die Aufsparrendämmung mehr, weil die Eindeckung
erneuert wird. Wer aber heute von innen dämmt und in einigen Jahren neu
decken lässt, zahlt Gerüst, Anfahrt und Baustelle zweimal – und muss
den Dachaufbau ein zweites Mal öffnen.
- Eine Verantwortlichkeit. Dämmung, Unterdeckbahn und
Eindeckung kommen von uns. Tritt später ein Problem auf, gibt es keine
Diskussion darüber, welches Gewerk es verursacht hat.
Die Zwischensparrendämmung erklären wir auf dieser Seite trotzdem – sie
ist ein gängiges Verfahren, und Sie sollen wissen, worin der Unterschied
besteht. Für den Ausbau eines Dachgeschosses unter einer nachweislich
intakten, jungen Eindeckung kann sie sinnvoll sein. Wir führen sie nicht
aus, weil wir für das Ergebnis geradestehen wollen – und das können wir
nur, wenn wir die gesamte Konstruktion verantworten.